Lech Wałęsa übernimmt Schirmherrschaft des nördlichen Teils

29.09.2011: Zur Bekanntgabe Lech Wałęsas die Schirmherrschaft über den nördlichen Teil des Europa-Radwegs Eiserner Vorhang zu übernehmen erklärt Michael Cramer, verkehrspolitischer Sprecher der Grünen/EFA im Europäischen Parlament:

"Heute ist gleich doppelter Anlass zur Feier: Nicht nur wird Lech Wałęsa, polnischer Präsident von 1990-1995, an diesem Tag 68 Jahre alt. Er erklärte auch zugleich, dass er gerne die Schirmherrschaft für den nördlichen Teil des Europa-Radwegs Eiserner Vorhang" (Iron Curtain Trail) übernimmt. Die Schirmherrschaft für den südlichen Teil hat bereits der ehemalige tschechischer Präsident Václav Havel übernommen.

Der einstige Vorsitzende der "Solidarność" Bewegung hatte in den achtziger Jahren mit der 10 Millionen Mitglieder zählenden Gewerkschaft (die kommunistische Staatspartei hatte lediglich drei Millionen Mitglieder) insbesondere auf der Werft in Danzig die kommunistische Diktatur bekämpft und die Friedliche Revolution in Ostmitteleuropa ermöglicht. Gerade wir Deutsche wissen, dass ohne diese polnische Gewerkschaftsbewegung vor 22 Jahren weder die Mauer in Berlin noch der Eiserne Vorhang in Europa gefallen wären.

Umso erfreuter bin ich, dass ich Lech Wałęsa heute in Danzig persönlich für sein Engagement danken kann und ihm auf seiner Geburtstagsfeier den Ersten Teil des von mir verfassten und in der bikeline-Reihe des Esterbauer-Verlags erschienenen "Europa-Radweg Eiserner Vorhang" übergeben darf. Ich wünsche ihm weiterhin alles Gute!"

Am heutigen Donnerstag, den 29. September 2011 findet in Danzig der "Mobility Congress Poland" statt. Auf dieser Tourismus-Konferenz hält Michael Cramer einen Vortrag über den "Europa-Radweg Eiserner Vorhang", der seit kurzem auch offiziell von der European Cyclists Federation (ECF) zur EuroVeloRoute 13 ernannt wurde. Der 9.000 km lange Radweg entlang der Westgrenze der ehemaigen Warschauer Pakt-Staaten führt von der Barentssee an der norwegisch-russischen Grenze bis zum Schwarzen Meer an der bulgarisch-türkischen Grenze durch 20 Länder, von denen 14 heute Mitgliedstaaten der EU sind.

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