Das Grüne Band: ein einzigartiges Biotop im ehemaligen Todesstreifen











Eine Ironie der Geschichte: Der ehemalige Grenzstreifen zwischen Ost- und Westdeutschland, der jahrzehntelang eine Todeszone für den Menschen darstellte, konnte sich aufgrund seiner Isoliertheit zugleich zu einem einzigartigen Biotop entwickeln. Heute ist dieser große Biotopverbund, der als ein lebendiges ökologisches Denkmal in einzigartiger Form an die Spaltung Deutschlands und deren Überwindung erinnert, Teil des Europäischen Projekts am Eisernen Vorhang.

Zusammen mit dem Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) konnte Klaus Buchin, der als einer der ersten den kostbaren Naturschatz des ehemaligen Grenzstreifens entdeckt und sich für dessen Schutz eingesetzt hat, erreichen, dass das "Grüne Band" als Biotop entdeckt wurde. Wie im Dezember 2004 vom Bundestag einstimmig beschlossen, steht es nun unter besonderem Schutz durch die Bundesländer und unter der Schirmherrschaft von Michail Gorbatschow, dem früheren Präsidenten der Sowjetunion und heutigen Präsidenten von Green Cross International (GCI).

Von der Ostesse bis zur tschechischen Grenze führt der Radweg entlang des "Grünen Bandes" durch zahlreiche Naturschutzgebiete, an unzähligen Flüssen und Seen entlang und überwindet die Höhen des Harzes ebenso wie die des Thüringer Waldes. Er passiert viele Denkmäler und Grenzlandmuseen ebenso wie manchen der noch verbliebenen Wachtürme.

Der 1.400 km lange Radwanderweg ist in insgesamt 37 Etappen gegliedert, deren Anfang und Ende nach Möglichkeit immer an einem Bahnhof liegen. Die Fahrradmitnahme ist in Deutschland in allen Regionalzügen uneingeschränkt möglich.